Der Nationalpark Kakadu in mitten Australiens

Seit 1981 ist Australiens Nationalpark Kakadu Weltnaturerbe sowie Weltkulturerbe. Doch was macht den Park so besonders? Es ist seine Superlative und Einzigartigkeit. Ein Nationalpark, der vielfältiger nicht sein könnte: bizarre Felsen, Eukalyptuswälder, karge Steppen neben üppigen Mangrovensümpfen.

Im Nationalpark Kakadu befindet sich eines der bedeutendsten Feuchtgebiete weltweit. Nicht selten verschmilzt hier in den Monaten November bis April das Meer mit dem Festland. Ein wundervoller und unvergleichlicher Anblick, wenn von sonst so trockenen Plateaus regelrechte Wasserfälle in die Tiefe stürzen und die Region zu einem wichtigen Brutgebiet von Wasservögeln wird.

Die Einheimischen, Aborigines, nennen ihren Park, der vermutlich vor etwa 50.000 Jahren entstand, „Gagadju“. Aus der geschichtsträchtigen Zeit und dem Niederlassen weißer Siedler um das 19. Jahrhundert herum, sind teilweise noch viele Spuren zu entdecken. Besonders hervorzuheben sind hier die außergewöhnlichen Zeichnungen, die die Aborigines hier vollbrachten – außergewöhnlich deswegen, weil sie Menschen und Tiere wie Röntgenbilder zeichneten, d.h. die Rippen und die inneren Organe waren detailgetreu in Stein gemalt.

Um alles zu erfassen, sollte jeder Reisende ein paar Tage Zeit einplanen, von den ansässigen Unterkünften jeden Tag in eine neue Welt aufbrechen – mal wandernd, mal angelnd, mal aus der Luft.

Der berühmte Ayers Rock im Herzen von Australien

Der Ayers Rock, inzwischen immer häufiger auch als Uluru bezeichnet, ist zweifelsohne DAS Synonym und Symbol für Australien. Der Monolith hat eine Ausdehnung von 2 km mal 3 km, ist 348 Meter hoch und Touristenmagnet schlechthin.

Für die Einwohner, die Anangu-Aborigines, hat der Ayers Rock eine sehr große spirituelle Bedeutung und wird als Zeitzeuge der Schöpfung angesehen. Die Ureinwohner haben viele Jahre dafür gekämpft, dass der Berg nicht mehr bestiegen werden darf: 2010 ist es ihnen endlich gelungen. So kann heute nur noch eine der von Aborigines Touren über den Rundgang (etwa 9 km lang) gebucht werden. Keiner sonst könnte auch die Mythologie, die mit dem Felsen verbunden ist, so anschaulich erklären. Es ist wichtig, den Ayers Rock – und mit ihm sicher einen australischen Höhepunkt – aus den Augen seiner „Besitzer“ der Anangu sehen zu können.

„Eingang“ zum Nationalpark des Ayers Rock befindet sich 15 Kilometer vor dem eigentlichen Monolith. Wer den Ayers Rock von seiner schönsten Seite sehen möchte, sollte alles daran setzen, ihn zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang aufzusuchen – wenn das Naturschauspiel von den Sonnenstrahlen besonders in Szene gesetzt wird.
Der Uluru befindet sich an einem Sedimentsbecken im Amadeus Becken, dessen Mulde vor etwa 900 Millionen Jahre entstand. Über die kommenden Millionen Jahre lagerten sich in dieser Mulde verschiedene Gesteinsschichten ab über deren Ablagerungen sich schließlich ein See bildete – der austrocknete. Durch die folgende kalte Periode wurden die Segmente gebogen und das Land „hochgefaltet“, wodurch sich das Gebirge bildete.