Das längste Korallenriff der Welt, das Great Barrier Reef in Australien

Das längste (2.000 km) Korallenriff der Welt liegt vor Queensland, das Great Barrier Reef. Wie eine Perlenkette reiht sich das Riff an der Nordküste auf. Die Fläche vom Great Barrier Reef ist in etwa so groß wie Deutschland und setzt sich aus kapp 2.500 einzelnen Riffen, Lagunen und Korallenbänken zusammen. Nicht grundlos und mit Hinblick auf die Riffvielfalt wird das Great Barrier Reef auch als „Meeresregenwald“ bezeichnet.

Das Ökosystem ist sehr empfindlich und beherbergt mehr als 13.000 unterschiedliche Wassertierarten – es versteht sich von selbst, dass auch die Landtiere um das Great Barrier Reef sehr viele Arten aufweisen. Zwischen den Riffen befinden sich diverse „Säuglingsstationen“ – so bringen hier zum Beispiel Buckelwale und Schildkröten ihren Nachwuchs zur Welt. Mit etwas Glück kann man auch den inzwischen sehr selten gewordenen Walhai entdecken.

Durch das Ansteigen der Wassertemperaturen sind Teile des Korallenriffs gefährdet und auch unter dem übermäßigen Wachstum der Dornenkronenseestern leidet das Great Barrier Riff sehr. Um das Riff zu erhalten, wurde es zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Mehr als 500 Inseln rund um das Great Barrier Riff sind touristisch erschlossen und bewohnt. Jede einzelne von ihnen bietet ihre Eigenart und versteht es damit, Besucher anzulocken. Wer an Heiraten in Australien denkt, wird vermutlich auch einmal über Hayman Island „stolpern“, denn diese Insel hat sich schon etwas auf Honeymooner spezialisiert.

Das australische Sydney Aquarium zählt zu den weltweit größten Meerwasseraquarien

Sehr eindrucksvoll ist die Konzeption des Aquariums. Australien besitzt acht Regionen, die die Vielfalt der Tiere die am und im Wasser leben, in ihrem vollen Umfang präsentieren. Und genau durch diese acht Regionen führt der Weg durch das Sydney Aquarium. So „badet“ man im Südpazifik, verweilt im berühmten Great Barrier Reef, schlendert durch die Felsküsten und an den Riffen entlang, um an den nordaustralischen Flüssen eine Pause einzulegen.

Im Flussgebiet des Murray Darling River kann der Besucher besondere Tierarten „kennenlernen“ – so zum Beispiel den Süßwasserkrebs oder die Schlangenhalsschildkröte. Absolut außergewöhnlich für diese Flusslandschaft sind die Eigenschaften der Fische, die hier leben. Es sind zwar im Verhältnis zur Größe mit 28 Arten nur sehr wenige, doch diese gibt es sonst nirgends auf der Welt. Die Flüsse in Nordaustralien profitieren von den zum Teil tropischen Jahreszeiten, wodurch eine vielfältige Gruppe an Tierarten hier ihr zu Hause haben. Sydneys Naturhafen Sydney Harbour lockt ein Unterwassertunnel in das nachgebaute Hafenbecken, in dem die Meeresbewohner studiert werden können. Etliche Schildkröten, Muränen und auch kleine Haie zeigen sich an den Glaswänden. Die Tiere an den Riffen und Felsküsten weisen besondere Charaktermerkmale und Wesenszüge auf, die maßgeblich durch die Gezeiten beeinflusst werden.

Highlight für viele ist die Dokumentation im Sydney Aquarium vom Great Barrier Reef am spektakulärsten. Denn hier ist die komplette Farbpalette, die das Riff zu bieten hat, zu bewundern, wobei die Clown-Anemonenfische und die Skorpionfische nur eine minimale Auswahl an Artenvielfalt darstellt.